Wochenrückblick (KW31)

Hallo ihr Lieben und willkommen zu meinem Wochenrückblick.

Diese Woche lief Essenstechnisch miserabel bis Freitag. Ich hatte nahezu jeden Tag mehrere Ess-Brech-Attacken und habe nahezu kaum ein Essen in mir behalten können… Am Freitag bin ich dann mittags zur Therapie gefahren und habe mich davor dafür entschieden nicht zu Hause, sondern auswärts bei einer Filiale von Dean&David zu Essen. Da ich wusste, dass auf dem Weg eine liegt bin ich losgefahren und habe dort für mein Essen halt gemacht. Nun habe ich etwas gemacht, was ich noch nie zuvor getan habe und ich muss zugeben, dass ich ein wenig stolz auf mich bin, denn ich habe nicht wie üblich mein Mittagessen mit mir selbst und einem Podcast oder Musik verbracht, nein, ich bin auf eine Dame zugegangen, die ebenfalls daran war alleine zu Essen und habe sie gefragt, ob wir nicht zusammen sitzen wollen. Aufgrund der Corona-Lage war es natürlich erstmal ein wenig komisch, aber wir haben uns dann zusammen dafür entschieden gemeinsam unser Essen zu genießen. Dieses Ereignis hat mir gezeigt, dass es sehr wichtig ist den sozialen Aspekt der Nahrungsaufnahme nicht zu vergessen und ich habe es seit langem geschafft ohne größere Probleme mein Essen in mir zu behalten und kein schlechtes Gewissen zu haben. Wie ich Strategien, wie diese, nun vermehrt in meinen Alltag einbauen kann weiß ich noch nicht und ich denke auch ein tägliches Essen mit anderen Menschen wäre viel zu viel auf einmal… aber, aller Anfang ist schwer und ich bin mir sicher ich werde eine Lösung finden, wie ich in Zukunft damit umgehen kann.

Zur Klinik gibt es auch ein paar Neuigkeiten, ich bin nun offiziell angemeldet und alle Unterlagen sind an die richtigen Stellen geschickt. Mal sehen wie lange ich warten muss um wirklich aufgenommen zu werden, es kann schnell gehen aber auch sehr lange dauern, ich denke, dass ich am Montag mehr erfahren werde. Leider kann ich kaum Einfluss darauf nehmen und muss einfach abwarten, was die nächste Zeit bringen wird. Ich hoffe, dass ich schnell anreisen kann, da meine körperliche Verfassung von Tag zu Tag schlimmer wird. Hier hat natürlich auch die Sportsucht und der Leistungszwang einen großen Beitrag, aber Sport aufgeben und normal Essen werde ich auf die Schnelle zu Hause nicht hinbekommen… Die mentale, psychische und physische Stärke habe ich leider momentan nicht, so dringend ich sie auch benötigen würde.

Was ich nach der Klinik machen werde habe ich noch nicht entschieden, es gibt jedoch einen Favoriten und ein paar weitere Alternativen, die ich euch in den nächsten Wochen erklären werde. Das wird, auf jeden Fall, noch ein sehr spannendes Thema.

Sonntag war dann auch noch ein aufregender Tag, da ich mit meiner Mutter eine Verwandte zum Mittagessen besuchte, mit der Ansage, dass sie irgendetwas kochen soll und dabei keine besondere Rücksicht auf mich nimmt. Leider lief auch dieser Tag nicht gut und mir geht es immer schlechter.

Soviel zur 31ten Woche in diesem wirren Jahr und ich freue mich auf euer Feedback und auf nächste Woche. Genießt die Zeit und macht es gut.

Euer Martin

Eine Antwort auf „Wochenrückblick (KW31)“

  1. Das sozialen Aspekt der Nahrungsaufnahme – war mir nicht so bewusst. Ich esse eher eilein, wenn bei uns schon alle fertig sind, dafür dann zu viel.

    Ich drücke dir die Daumen für den 2. Aufenthalt.

Schreibe einen Kommentar